Alles über den Film Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs
Alles über den Film Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs Der spanische Kultfilm Mujeres al borde de un ataque de nervios (1988) gilt als Meisterwerk des Regisseurs Pedro Almodóvar. Mit seiner Mischung aus schwarzer comedy und Farce prägte er die Movida Madrileña.
Carmen Maura glänzt in der Hauptrolle als verlassene lover, deren Chaos sich zu einem humorvollen Drama entwickelt. Antonio Banderas spielt eine prägende Nebenfigur.
Der Film war ein Überraschungserfolg. Mit nur 700.000 Dollar Budget spielte er weltweit über 8 Millionen ein. Fünf Goya Awards und eine Oscar-Nominierung unterstreichen seine Qualität.
Der Titel bezieht sich auf das kulturelle Phänomen “ataque de nervios” – eine stressbedingte Reaktion. Bis heute inspiriert der Streifen Adaptionen wie ein Musical (2010) und eine geplante Serie.
Die Handlung: Ein Wirbelwind aus Liebe und Chaos
Chaos bricht aus, als Iván Pepa verlässt – der Beginn einer wilden Reise. Carmen Maura spielt die Synchronsprecherin Pepa, deren Leben nach dieser Trennung völlig eskaliert. Eine Mischung aus Wut und Verzweiflung treibt sie an.
Pepas verzweifelte Suche nach Iván
Pepas Versuche, Iván zu kontaktieren, scheitern kläglich. Sie zerstört seinen Anrufbeantworter – eine der ikonischsten Szenen. Ihr Gazpacho, mit Schlaftabletten versetzt, wird zum Symbol ihrer Rache.
Eskapaden und skurrile Begegnungen
Neben Pepas Drama gibt es absurde Nebenhandlungen. Candela (María Barranco) flüchtet vor einer Terrorzelle. Lucías Wahnvorstellungen gipfeln in einem Mordversuch am Flughafen.
| Charakter | Handlungsstrang | Höhepunkt |
|---|---|---|
| Pepa | Trennung von Iván | Gazpacho-Szene |
| Carlos (Antonio Banderas) | Verwechslungskomödie | Entdeckung als Iváns Sohn |
| Candela | Terroristen-Verwicklung | Flucht durch Madrid |
Das Finale ist reinster Almodóvar: schlafende Gäste, fliegende Schallplatten und ein kafkaeskes Missverständnis. Ein Meisterwerk der schwarzen Komödie.
Pedro Almodóvar: Der Regisseur hinter dem Kultfilm
Hinter dem Kultfilm steht ein Regisseur, der Grenzen sprengte: Pedro Almodóvar. Sein Mix aus knalligen Farben, feministischen Themen und schwarzem Humor machte ihn zum Aushängeschild des spanischen Kinos.
Sein einzigartiger Stil zwischen Farce und Melodram
Almodóvars Handschrift erkennt man sofort. Retro-Sets, übertriebene Emotionen und Dialoge voller Doppeldeutigkeiten prägen seine films. Bei den Dreharbeiten ließ er oft Raum für Improvisation.
Ein Beispiel: Die ikonische Telefónica-Szene entstand spontan. Das Madrid der 80er wurde so zum zusätzlichen characters.
Zusammenarbeit mit Carmen Maura und Antonio Banderas
Carmen Maura war Almodóvars Muse. Vier gemeinsame Projekte entstanden, darunter dieser Film. Ihre Chemie war legendär – besonders in emotionalen Szenen.
Für Antonio Banderas wurde die Rolle zum Sprungbrett. Der damals unbekannte Schauspieler überzeugte als Iváns Sohn.
| Filmjahr | Film mit Carmen Maura | Besonderheit |
|---|---|---|
| 1980 | Pepi, Luci, Bom | Erstes gemeinsames Projekt |
| 1988 | Frauen am Rande… | Internationaler Durchbruch |
| 2006 | Volver | Wiedervereinigung nach 18 Jahren |
Der Erfolg des Films markierte einen Wendepunkt. Almodóvar wechselte vom Underground- zum Mainstream-Kino – ohne seinen Stil zu verraten.
Die Bedeutung des Films in der spanischen Kinogeschichte
Mit fünf Goya Awards und internationaler Anerkennung prägte dieser Film die spanische Kinolandschaft. Er wurde zum Symbol der Movida Madrileña – einer kulturellen Rebellion nach Francos Diktatur. Bis 1991 hielt er den Rekorbox office als erfolgreichster spanischer Film.
Kritikerlob und Auszeichnungen
Der Streifen räumte bei den Goya Awards ab: Bester Film, Regie, Hauptdarstellerin (Carmen Maura) und Drehbuch. Pauline Kael verglich Almodóvar mit “Goddard mit menschlichem Gesicht”.
International holte er den Europäischen Filmpreis und den David di Donatello. Auf Rotten Tomatoes hält er eine Bewertung von 92%. Ein Triumph für ein Low-Budget-production.
Ein Meilenstein des “Movida Madrileña”
Der Film fing den Geist der 1980er ein: Freiheit, Provokation, weibliche Perspektiven. Julieta Serrano glänzte als psychotische Ex-Frau – eine Parodie auf konservative Rollenbilder.
Verglichen mit Almodóvars La ley del deseo zeigt er mehr Mainstream-Tauglichkeit. Doch die anarchische Energie blieb. Bis heute studieren Filmstudent*innen seine Szenen.
| Auszeichnung | Jahr | Kulturelle Wirkung |
|---|---|---|
| Goya Awards (5x) | 1989 | Festigung des Neuen Spanischen Kinos |
| Oscar-Nominierung | 1989 | Globaler Durchbruch |
| Europäischer Filmpreis | 1988 | Anerkennung als Arthouse-Meisterwerk |
Der Film wurde zum Soundtrack einer Generation. Events wie das 30-Jahre-Jubiläum zeigen seine anhaltende Relevanz. Ein Stück Zeitgeschichte – wild, bunt und unvergesslich.
Warum Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs heute noch fasziniert
Drei Jahrzehnte nach seinem Debüt fesselt dieser Kultfilm noch immer. Streaming-Dienste wie Amazon Prime und AppleTV machen ihn neuen Generationen zugänglich.
Seine Themen sind zeitlos: toxische Beziehungen, psychische Belastungen und Solidarität unter friendinnen. Vergleiche mit modernen Werken wie Promising Young Woman zeigen Almodóvars visionären Ansatz.
Ikonische Szenen – die zerstörte Telefonzelle, der betäubte box office-Hit – leben als Memes weiter. Eine geplante Serie mit Gina Rodriguez beweist seine anhaltende Strahlkraft.
Für Neueinsteiger bietet der Film Leichtigkeit mit Tiefgang. Feministische Diskurse feiern ihn heute als frühes Meisterwerk weiblicher Perspektiven.







