Nummuläres Ekzem: Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten
Das nummuläre Ekzem ist eine chronische Hauterkrankung, die durch münzförmige Läsionen gekennzeichnet ist. Diese runden Hautveränderungen treten oft an Beinen, Unterarmen oder Handrücken auf.
Besonders betroffen sind Frauen unter 30 und Männer über 50. Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, aber trotz sichtbarer Symptome ist die skin condition nicht ansteckend.
Bei frühzeitiger Behandlung heilen die betroffenen Stellen meist innerhalb von 3-4 Wochen ab. Unbehandelt kann es jedoch zu Sekundärinfektionen kommen. Die dermatitis neigt zu Rückfällen, lässt sich aber gut kontrollieren.
Typische Anzeichen sind Juckreiz, Rötungen und schuppende Haut. Falls Sie solche symptoms bei sich bemerken, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden.
Was ist nummuläres Ekzem?
Diese spezielle Form der Hauterkrankung zeigt sich durch charakteristische münzförmige Hautveränderungen. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort “nummus” ab, was Münze bedeutet – eine treffende Beschreibung der runden Erscheinung.
Definition und typische Merkmale
Die Läsionen haben meist einen Durchmesser von 1-10 cm und zeigen erhabene Ränder. Typisch ist eine klare Abgrenzung zur gesunden Haut. Die betroffenen Stellen können nässen, verkrusten oder schuppen.
Besonders auffällig ist die starke Trockenheit der Haut. Die Barrierefunktion ist gestört, was zu Juckreiz und Entzündungen führt. Häufig tritt diese skin condition bei Menschen mit trockener Haut oder Neurodermitis-Vorgeschichte auf.
Abgrenzung zu anderen Hauterkrankungen
Ähnliche Symptome zeigen sich bei Psoriasis oder Kontaktekzemen. Ein wichtiger Unterschied: Bei der münzförmigen Variante fehlen die silbrigen Schuppen der Schuppenflechte.
| Erkrankung | Unterscheidungsmerkmale | Diagnosemethoden |
|---|---|---|
| Nummuläres Ekzem | Runde Form, keine silbrige Schuppung | Klinische Untersuchung, Woodlicht |
| Psoriasis | Silbrige Schuppen, größere Plaques | Hautbiopsie |
| Ringelflechte | Pilznachweis, randbetonte Rötung | Mikroskopische Untersuchung |
Bei Kindern mit Neurodermitis tritt diese Form seltener auf. Erwachsene zwischen 50-65 Jahren sind besonders betroffen. Die genaue Ursache bleibt oft unklar, aber trockene Haut und Umwelteinflüsse spielen eine Rolle.
Symptome des nummulären Ekzems
Charakteristisch sind runde, scharf begrenzte Flecken auf der Haut. Diese coin-shaped lesions variieren in Farbe und Größe. Oft beginnen sie als kleine patches und entwickeln sich zu größeren spots.
Visuelle Anzeichen
Die Herde sind münzförmig und zeigen klare Ränder. Bei heller Haut erscheinen sie rötlich, bei dunkleren Hauttypen bräunlich. Mechanische Reizung kann zu Bläschenbildung führen.
| Hauttyp | Farbe der Läsionen | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Hell | Rosa bis rot | Starke Rötung bei Entzündung |
| Mittel | Rötlich-bräunlich | Schuppung sichtbarer |
| Dunkel | Braun bis grau | Hyperpigmentierung möglich |
Begleitsymptome
Starker itching, besonders nachts, ist typisch. Die Haut ist extrem trocken und neigt zu Schuppung. Bei nässenden patches bilden sich gelbliche Krusten – ein Warnzeichen für Infektionen.
Häufige betroffene Stellen
Über 60% der Fälle betreffen die legs. Auch Arme (41%) und Handrücken sind oft befallen. Grund ist die geringere Talgproduktion in diesen Bereichen.
Ursachen und Auslöser
Die Entstehung der Hautveränderungen ist multifaktoriell. Dry skin spielt dabei eine zentrale Rolle, doch auch äußere Reize oder genetische Veranlagung können Symptome verstärken.
Hauttrockenheit als Hauptfaktor
Eine gestörte Hautbarriere begünstigt die Erkrankung. Besonders im Winter trocknet Heizungsluft die Haut aus. Dies führt zu Rissen und Entzündungen.
Die Xerosis cutis (krankhafte Trockenheit) gilt als pathologischer Schlüsselmechanismus. Betroffene haben oft einen natürlichen Mangel an Feuchtigkeitsbindung.
Mögliche Trigger: Allergene und Umwelteinflüsse
Bei 30% der Patienten lösen Metallallergien (z. B. Nickel) Schübe aus. Auch niedrige Luftfeuchtigkeit (
Weitere triggers:
- Medikamente wie Retinoide oder Interferon-Therapien
- Mechanische Verletzungen (Insektenstiche, Verbrennungen)
Rolle von Stress und Genetik
Psychischer stress erhöht den Cortisolspiegel. Das verschlechtert die Wundheilung und fördert Entzündungen.
Forscher fanden bei Betroffenen häufig Filaggrin-Mutationen. Dieses Protein ist für die Hautbarriere essenziell. Die Veranlagung kann vererbt werden.
Diagnose durch Fachärzte
Die korrekte diagnosis ist entscheidend für die erfolgreiche Behandlung der Hautveränderungen. Ein dermatologist kann durch gezielte Untersuchungen die Ursache klären und passende Therapien empfehlen.
Untersuchungsmethoden des Dermatologen
Zuerst erfolgt eine gründliche Anamnese. Der Arzt fragt nach Symptomen, Vorerkrankungen und möglichen Auslösern. Alkoholkonsum oder neue Medikamente können relevant sein.
Bei der körperlichen Untersuchung nutzt der Facharzt verschiedene Techniken:
- Skin scraping: Abstrich der Haut für mikrobiologische Tests
- KOH-Test: Zum Nachweis von Pilzen wie bei ringworm
- Patch-Test: Bei Verdacht auf Kontaktallergien
Bei unklaren Fällen kann eine Probebiopsie nötig sein. Laboruntersuchungen messen z.B. den IgE-Spiegel bei Atopieverdacht.
Differenzialdiagnose: Abgrenzung zu Ringelflechte
Die münzförmigen Hautveränderungen ähneln anderen Erkrankungen. Besonders die ringworm (Tinea corporis) zeigt ähnliche Symptome.
| Merkmal | Münzförmige Hautveränderung | Ringelflechte |
|---|---|---|
| Erreger | Kein Erregernachweis | Pilz (Dermatophyten) |
| Randbereich | Gleichmäßig gerätet | Aktiver, schuppender Rand |
| Diagnose | Klinisches Bild | Pilznachweis im Mikroskop |
Eine Staphylokokken-infection kann beide Erkrankungen komplizieren. Dermatoskopie hilft bei der Unterscheidung von Psoriasis.
Behandlungsmöglichkeiten bei nummulärem Ekzem
Moderne Therapieansätze zielen auf schnelle Linderung und langfristige Kontrolle ab. Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad und individuellen Bedürfnissen. Ein Mix aus Medikamenten und Pflege zeigt oft die beste Wirkung.
Topische Therapien mit Kortikosteroiden
Salben mit corticosteroids reduzieren Entzündungen und Juckreiz. Sie werden 1-2x täglich dünn aufgetragen. Für sensible Haut eignen sich Calcineurin-Inhibitoren als Alternative.
| Therapie | Wirkstoffklasse | Anwendungsdauer |
|---|---|---|
| Kortisoncreme | Klasse II (mittelstark) | Max. 4 Wochen |
| Tacrolimus-Salbe | Calcineurin-Hemmer | Langzeitnutzung möglich |
Systemische Behandlungen bei schweren Verläufen
Bei großflächigem Befall helfen Tabletten oder Spritzen. Antibiotics bekämpfen bakterielle Infektionen. UVB-311nm-phototherapy wirkt bei therapieresistenten Fällen.
Unterstützende Maßnahmen
Feuchtigkeitsspendende Cremes (treatments mit Urea oder Glycerin) stabilisieren die Hautbarriere. Kochsalzverbände lindern akute Schübe. Patienten lernen in Schulungen die richtige Anwendung.
- Stufenschema: Basispflege → Corticoide → Systemtherapie
- JAK-Inhibitoren in Cremeform (neuere Option)
- Antihistaminika gegen nächtlichen Juckreiz
Vorbeugung und langfristige Pflege
Langfristige Hautpflege spielt eine Schlüsselrolle bei der prevention. Durch gezielte Maßnahmen lässt sich die Hautbarriere stärken und Rückfälle vermeiden. Besonders wichtig sind milde Reinigung und angepasster Klimaschutz.
Hautschonende Reinigungsprodukte
Aggressive soaps stören den natürlichen Säureschutzmantel. pH-hautneutrale Waschlotionen (pH 5,5) reinigen sanft. Sie enthalten rückfettende Substanzen wie Glycerin.
Optimal sind Produkte ohne Duftstoffe oder Alkohol. Bei trockener Haut (dry skin) helfen Öl-in-Wasser-Emulsionen. Sie spenden Feuchtigkeit und schützen gleichzeitig.
Klimafaktoren und Hautschutz
Die Raumluftfeuchtigkeit sollte bei 50-60% liegen. Zu trockene Heizungsluft fördert skin care-Probleme. Luftbefeuchter oder Wasserschalen auf der Heizung helfen.
Im Winter schützt Kleidung aus Baumwolle besser als Wolle. Sie reizt die Haut weniger. Silikonhaltige Salben bilden eine zusätzliche Barriere.
| Klimafaktor | Risiko | Schutzmaßnahme |
|---|---|---|
| Trockene Luft ( | Hautrisse, Juckreiz | Luftbefeuchter, feuchtigkeitsspendende Cremes |
| Kälte (unter 5°C) | Durchblutungsstörungen | Fettreiche Salben, Handschuhe |
| Chlorwasser (Schwimmbad) | Entfettung der Haut | Duschen mit mildem Duschgel, After-Sun-Lotion |
Zusätzlich lohnt sich eine Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren. Sie unterstützen die Haut von innen. Fisch, Leinöl oder Walnüsse sind gute Quellen.
Langzeitprognose und Lebensqualität
Die langfristige Entwicklung dieser Hauterkrankung zeigt unterschiedliche Verläufe. Bei 70% der Patienten kommt es innerhalb eines Jahres zu recurrence. Konsequente Pflege kann diese Rate deutlich senken.
Bei dunkleren Hauttypen kann es zu bleibenden Pigmentveränderungen kommen. Die quality of life ist besonders bei starkem Juckreiz beeinträchtigt. Schwere Verläufe führen manchmal zu Arbeitsausfällen.
Moderne Therapien verbessern die Prognose deutlich. Schulungsprogramme helfen Betroffenen im Umgang mit der chronic condition. Neue Behandlungen wie Biologika werden aktuell erforscht.
Mit der richtigen Strategie lässt sich die quality of life gut erhalten. Sekundärinfektionen (infection risk) sollten vermieden werden. Die meisten Patienten lernen, mit der condition umzugehen.







