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BMI morbide Adipositas: Definition und Gesundheitsrisiken

13 min read
Published by Acibadem Health Point Last updated May 14, 2025

BMI morbide Adipositas: Definition und Gesundheitsrisiken

BMI morbide Adipositas: Definition und Gesundheitsrisiken Starkes Übergewicht kann ernste Folgen für die Gesundheit haben. Laut WHO gilt ein Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 40 als morbide Adipositas. Dieser Zustand betrifft weltweit Millionen Menschen und ist mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Erkrankungen verbunden.

Studien zeigen, dass Betroffene eine deutlich reduzierte Lebenserwartung haben. Gründe dafür sind unter anderem Komplikationen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Probleme. In Deutschland und global steigen die Zahlen stetig – Aufklärung ist daher wichtig.

Dieser Artikel erklärt die medizinischen Fakten, Krankheitsrisiken und Behandlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, Betroffenen und Angehörigen fundierte Informationen an die Hand zu geben.

Was ist morbide Adipositas?

Die WHO definiert starkes Übergewicht anhand spezifischer Grenzwerte. Ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 40 spricht man von morbider Adipositas. Diese schwere Form betrifft vor allem Adults und erfordert besondere Aufmerksamkeit.

Klassifikation nach BMI

Der BMI berechnet sich aus Gewicht (kg) geteilt durch Height (m²). Beispiel: Bei 90 kg und 1,75 m liegt der Wert bei 29,4 (Übergewicht).

Die WHO-Einteilung:

  • 18,5–24,9: Normalgewicht
  • 25–29,9: Übergewicht
  • ≥30: Adipositas
  • ≥40: Schwere Adipositas

Kritik: Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse. Athleten können falsch eingestuft werden.

Abgrenzung zu anderen Gewichtsklassen

Übergewicht (BMI 25–29,9) ist weniger riskant als Adipositas. Ab Grad I (BMI 30–34,9) steigen die Gesundheitsgefahren deutlich.

Ein ergänzender Indikator ist die Waist-to-Height-Ratio. Ideal ist ein Taillenumfang unter der Hälfte der Körpergröße.

Gesundheitsrisiken bei morbider Adipositas

Gesundheitsgefahren steigen bei extremem Übergewicht deutlich an. Betroffene haben ein höheres Risiko für chronische Krankheiten. Fettgewebe wirkt wie ein aktives Organ und löst Entzündungen aus.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme verdoppelt sich fast. Studien zeigen ein 50% höheres Schlaganfallrisiko bei starkem Übergewicht. Gründe sind Bluthochdruck und verengte Arterien.

Typ-2-Diabetes

64% der Diabetes-Fälle bei Männern sind auf Übergewicht zurückzuführen. Der Körper kann Insulin nicht mehr richtig nutzen. Langfristig schädigt dies Nerven und Gefäße.

Atemwegserkrankungen

Schlafapnoe tritt häufig auf. Die Atmung stockt nachts, was zu Sauerstoffmangel führt. Auch Asthma wird begünstigt.

Gelenkprobleme und Mobilitätseinschränkungen

Die Belastung führt zu Arthrose in Knien und Hüften. Bewegung wird schmerzhaft – ein Teufelskreis entsteht.

Gesundheitsproblem Häufigkeit bei Adipositas Folgen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen 50% höheres Risiko Schlaganfall, Herzinfarkt
Typ-2-Diabetes 64% der Fälle (Männer) Nervenschäden, Organversagen
Schlafapnoe 40–60% der Betroffenen Tagesmüdigkeit, Herzstress

Das metabolische Syndrom vereint mehrere Komplikationen: Hoher Blutzucker, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Auch Krebsraten steigen, besonders für Darm- und Brustkrebs.

Diagnose von morbider Adipositas

Moderne Diagnostik geht über reine Gewichtsangaben hinaus. Ärzte kombinieren mehrere Methoden, um body fat und Gesundheitsrisiken genau zu erfassen. Dabei spielen measurement-Tools und Laborwerte eine zentrale Rolle.

BMI-Berechnung

Der body mass Index (BMI) bleibt ein erster Anhaltspunkt. Er setzt Gewicht und height ins Verhältnis. Allerdings unterschätzt er viszerales Fett – ein entscheidender risk factor.

Waist-to-Height-Ratio

Genauer ist die Taillen-Größen-Relation. Messen Sie Ihren Bauchumfang in Nabelhöhe. Liegt er über der Hälfte Ihrer height, besteht Handlungsbedarf. Studien bestätigen: Ab 0,5 steigt das Risiko für Diabetes.

Weitere diagnostische Maßnahmen

Die bioelektrische Impedanzanalyse misst body fat präzise. Laborchecks (Blutzucker, Cholesterin) zeigen Stoffwechselstörungen. CT/MRT machen viszerales Fett sichtbar.

  • Schritt-für-Schritt-Messung: Bandmaß horizontal um den Bauch legen, nicht einatmen.
  • DEXA vs. Caliper: DEXA scannt Fettverteilung, Caliper misst Hautfalten.
  • Früherkennung: Hausärzte bieten Check-ups ab BMI 30 an.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Entstehung von starkem Übergewicht ist komplex und multifaktoriell. Neben genetischen Einflüssen spielen ErnährungBewegung und Umweltbedingungen eine Rolle. Oft führen mehrere Faktoren gemeinsam zu einer Gewichtszunahme.

Genetische Veranlagung

Studien zeigen: 40–70% der Gewichtsunterschiede sind genetisch bedingt. Bestimmte Gene beeinflussen den Stoffwechsel und die Fettspeicherung. Auch epigenetische Veränderungen durch pränatale Ernährung können das Risiko erhöhen.

Ernährungsgewohnheiten

Moderne Ernährung enthält oft zu viele Kalorien und zu wenig Nährstoffe. Ultraprozessierte Lebensmittel fördern Übergewicht. In Städten erschweren „Food Deserts“ den Zugang zu frischem Essen.

  • Endokrine Disruptoren in Plastikverpackungen stören den Hormonhaushalt.
  • Medikamente wie Kortikosteroide können Nebenwirkungen haben.

Bewegungsmangel

Zu wenig körperliche Aktivität verlangsamt den Kalorienverbrauch. Bürojobs und automatisierte Transportmittel reduzieren Bewegung. Ein inaktiver Lebensstil verstärkt oft andere Risikofaktoren.

Kleine Änderungen wie tägliches Spazieren können helfen. Langfristig sind regelmäßige Sporteinheiten ideal.

Behandlungsmöglichkeiten bei morbider Adipositas

Effektive Therapien helfen, das Gewicht langfristig zu kontrollieren. Moderne Ansätze setzen auf Kombinationen aus Lebensstiländerungen, medizinischer Unterstützung und psychologischer Begleitung. Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheit.

Gesunder Lebensstil

Basis jeder treatment-Strategie ist eine ausgewogene diet. Kalorienreduktion und nährstoffreiche Lebensmittel stehen im Fokus. Bewegung steigert den Kalorienverbrauch und baut Muskeln auf.

Experten empfehlen:

  • Schrittweise Umstellung der Essgewohnheiten
  • Regelmäßige körperliche Aktivität (z. B. Walking)
  • Unterstützung durch Diätassistenten

Verhaltenstherapie

Psychologische Begleitung hilft, Essmuster zu erkennen. In management-Programmen lernen Betroffene, Stress ohne Essen zu bewältigen. Gruppentherapien stärken die Motivation.

Medikamentöse Therapie

Bei Bedarf ergänzen medications den Plan. Orlistat reduziert die Fettaufnahme um 30%. Neue Wirkstoffe wie Semaglutid (GLP-1-Agonist) regulieren das Sättigungsgefühl.

Wichtig: Medikamente wirken nur mit begleitender Lebensstiländerung.

Chirurgische Eingriffe

Für schwere Fälle gibt es surgery-Optionen. Das ESG-Verfahren verkleinert den Magen endoskopisch. Bariatrische OPs erfordern eine sorgfältige Vorbereitung.

Voraussetzungen:

  1. Psychologische Eignungsprüfung
  2. Langfristige Nachsorgepläne
  3. Realistische Erwartungen an den weight loss

Ernährungsumstellung bei morbider Adipositas

Eine kalorienbewusste diet ist entscheidend, um Gesundheitsrisiken zu mindern. Studien zeigen, dass schon 5–10% weight loss den Blutdruck senken kann. Wichtig ist eine langfristige Umstellung – nicht kurzfristige Diäten.

Kalorienreduktion und Diätformen

Die DASH-diet reduziert nach 12 Wochen den systolischen Blutdruck um 11 mmHg. Sie kombiniert:

  • 1.800–2.000 calories/Tag
  • Mindestens 1,5g Protein pro kg Körpergewicht
  • Ballaststoffreiche Kohlenhydrate (Glykämischer Index

Intervallfasten (16:8) hilft, Insulinresistenz zu verbessern. Ein Praxisbeispiel:

Mahlzeit Beispiel (1.800 kcal) Nährstoffe
Frühstück Haferflocken mit Beeren 30g Ballaststoffe
Mittag Linsensalat mit Avocado 25g Protein
Abend Gulasch mit Süßkartoffeln Eisen + Vitamin B12

Empfohlene Lebensmittel

Diese food-Gruppen unterstützen den Stoffwechsel:

  • Protein: Magerquark, Hülsenfrüchte (20–30g/Mahlzeit)
  • Ballaststoffe: Leinsalat, Vollkornnudeln (mind. 30g/Tag)
  • Gesunde Fette: Nüsse, Lachs (Omega-3-Fettsäuren)

Zu vermeidende Lebensmittel

Bestimmte food-Gruppen fördern body fat-Aufbau:

  • Zuckerhaltige Getränke (Cola, Fruchtsäfte)
  • Ultraprozessierte Snacks (Chips, Fertiggerichte)
  • Transfette (Frittkost, Margarine)

Tipp: Heißhunger mit Mandeln oder Gurkensticks überbrücken. So bleiben calories im Rahmen.

Bewegung und körperliche Aktivität

Regelmäßige Bewegung ist ein Schlüssel für bessere Gesundheit. Studien zeigen, dass schon 150 Minuten moderate physical activity pro Woche das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Besonders für adults mit starkem Übergewicht ist Bewegung entscheidend.

Empfohlene Sportarten

Gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen oder Radfahren sind ideal. Sie schonen die Gelenke und verbrennen Kalorien effektiv. Auch Aquajogging bietet ein gutes exercise-Programm für Einsteiger.

Für Fortgeschrittene eignet sich Intervalltraining (HIIT). Es verbessert den Stoffwechsel schneller als Ausdauersport. Wichtig: Langsam starten und Steigerung anpassen.

Trainingsplan für Anfänger

Das Couch-to-5K-Programm hilft Untrainierten, schrittweise aktiv zu werden. So sieht ein Beispielplan aus:

  • Woche 1–2: 3x pro Woche 20 Minuten Walking
  • Woche 3–4: 30 Minuten mit kurzen Jogging-Intervallen
  • Ab Woche 5: 5 km Laufen ohne Pause

Wearables wie Schrittzähler motivieren und tracken Fortschritte.

Alltagsbewegung

Kleine Änderungen bringen viel: Treppen statt Aufzug, Spaziergänge in der Mittagspause. Workplace-Interventionen wie Stehschreibtische fördern die Aktivität.

Mobilitätstraining hilft bei Arthrose. Dehnübungen und Yoga verbessern die Beweglichkeit. Ziel: 10.000 Schritte täglich für nachhaltigen weight management.

Psychologische Unterstützung

Psychische Gesundheit spielt eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von Gewichtsproblemen. Studien zeigen, dass 25–30% der Betroffenen auch an Depressionen leiden. Eine ganzheitliche treatment-Strategie berücksichtigt daher emotionale factors und fördert die mental health.

Umgang mit Essstörungen

Binge-Eating-Störungen erfordern spezielle Therapien. Die kognitive Verhaltenstherapie hilft, auslösende Gedankenmuster zu erkennen. Ergänzend wirkt MB-EAT (Mindfulness-Based Eating Awareness Training). Es schult achtsames Essen und reduziert das risk für Rückfälle.

Wichtig ist auch das soziale Umfeld. Manche people im Freundeskreis können unbewusst sabotieren. Selbsthilfegruppen bieten hier Austausch und Motivation.

Stressmanagement

Chronischer stress triggert oft Heißhunger. Biofeedback-Methoden messen Körpersignale wie Herzfrequenz. So lernen Betroffene, Stress gezielt abzubauen. Trauma-Informed Care unterstützt zusätzlich bei emotionalen Belastungen.

Therapieform Anwendung Wirksamkeit
Kognitive Verhaltenstherapie Wöchentliche Sitzungen Reduziert Essanfälle um 60%
MB-EAT 8-Wochen-Programm Verbessert Achtsamkeit
Biofeedback 10–12 Einheiten Senkt Cortisolspiegel

Medikamentöse Behandlungsoptionen

Moderne Medikamente bieten gezielte Unterstützung bei der Gewichtsreduktion. Sie ergänzen Lebensstiländerungen und sind für Patienten mit starkem Übergewicht geeignet. Voraussetzung ist eine ärztliche Begleitung.

Wie wirken die Medikamente?

GLP-1-Analoga wie Liraglutid hemmen den Appetit und verzögern die Magenentleerung. Studien zeigen eine Gewichtsreduktion von 8% in 56 Wochen. Tirzepatid wirkt als Dual-Rezeptoragonist noch stärker.

Appetitzügler blockieren Neurotransmitter im Gehirn. Sie reduzieren Heißhunger, können aber side effects wie Schlaflosigkeit auslösen.

Nebenwirkungen und Risiken

GLP-1-Analoga erhöhen das Pankreatitis-Risiko. Regelmäßige Kontrollen sind nötig. Häufige side effects sind Übelkeit und Durchfall.

Wechselwirkungen mit Antidiabetika müssen beachtet werden. Ein Monitoring durch den Arzt sichert die Verträglichkeit.

Medikament Wirkstoffklasse Gewichtsreduktion Häufige Nebenwirkungen
Liraglutid GLP-1-Analogon ~8% in 56 Wochen Übelkeit, Pankreatitis-Risiko
Tirzepatid Dual-GIP/GLP-1 ~15% in 72 Wochen Magen-Darm-Beschwerden

Die Kosten-Nutzen-Analyse entscheidet über die Langzeittherapie. Off-Label-Use ist möglich, aber nicht immer ratsam. Patienten sollten sich über Zulassungsstatus informieren.

Bariatrische Chirurgie

Moderne OP-Verfahren helfen, Gewicht nachhaltig zu reduzieren. Bei schwerem Übergewicht können sie lebensrettend sein. Diese treatment-Option kommt infrage, wenn andere Methoden nicht ausreichen.

Magenbypass und Schlauchmagen

Der Roux-en-Y-Bypass verkleinert den Magen und verkürzt den Dünndarm. So werden weniger Kalorien aufgenommen. Studien zeigen 60–80% weight loss innerhalb von zwei Jahren.

Der Schlauchmagen entfernt 80% des Magens. Das Sättigungsgefühl setzt schneller ein. Beide Methoden sind minimalinvasiv.

Risiken und Nachsorge

Die 30-Tage-Mortalität liegt unter 0,3%. Dennoch gibt es complications wie Nährstoffmangel. Wichtig ist eine lebenslange Supplementierung:

  • Vitamin B12 (Spritzen oder Tabletten)
  • Eisen und Calcium
  • Regelmäßige Blutkontrollen
Verfahren Vorteile Nachteile
Magenbypass Schneller weight loss Höheres risk für Mangelerscheinungen
Schlauchmagen Einfachere Nachsorge Geringere Gewichtsabnahme

Nach der surgery sind regelmäßige Arztbesuche nötig. Schwangerschaften sollten erst nach 18 Monaten geplant werden. Bei Dumping-Syndrom kann eine Revisions-OP erforderlich sein.

Begleiterkrankungen managen

Medizinische Begleittherapien senken das Risiko für Komplikationen deutlich. Bei starkem Übergewicht treten oft mehrere Krankheiten gleichzeitig auf. Ein gezieltes Management verbessert die Prognose und Lebensqualität.

Bluthochdruck kontrollieren

Bluthochdruck ist eine häufige Komplikation. Idealwerte liegen unter 130/80 mmHg. Diuretika und ACE-Hemmer sind Standardtherapien.

Vorsicht bei NSAR-Schmerzmitteln: Sie können den Blutdruck erhöhen. Regelmäßige Messungen zu Hause helfen, Werte zu tracken.

Schlafapnoe behandeln

Die CPAP-Therapie lindert Atemaussetzer effektiv. 80% der Patienten schlafen damit besser. Masken müssen individuell angepasst werden.

Symptome wie Tagesmüdigkeit sollten ernst genommen werden. Unbehandelt steigt das Risiko für Herzprobleme.

Stoffwechselstörungen überwachen

Die nicht-alkoholische Fettleber (Syndrom NAFLD) kann fortschreiten. In 5–10% der Fälle entwickelt sich eine Zirrhose. Hepatologische Kontrollen sind ratsam.

Kontinuierliche Glukosemessung zeigt Blutzuckerspitzen. So lassen sich Disease-Progressionen früh erkennen.

Therapie Ziel Häufigkeit
Blutdruckkontrolle Täglich
CPAP-Gerät Sauerstoffversorgung Jede Nacht
Leberultraschall NAFLD-Monitoring Jährlich

Physiotherapie hilft bei Lipödemen. Kombiniert man alle Ansätze, sinken die risk factors für schwere Verläufe.

Adipositas bei Kindern und Jugendlichen

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind mit Gewichtsproblemen konfrontiert. Laut Studien sind bereits 20% der 10- bis 11-Jährigen in Großbritannien betroffen. Frühkindliches Übergewicht bleibt zu 80% bis ins Erwachsenenalter bestehen – frühzeitiges Handeln ist daher entscheidend.

Besondere Risiken im jungen Alter

Bei children wirken sich Gewichtsprobleme stärker aus als bei Erwachsenen. Pubertätsstörungen oder Wachstumsverzögerungen sind mögliche Folgen. Zudem steigt das risk für Typ-2-Diabetes und Gelenkschäden.

Wichtige factors:

  • WHO-Wachstumskurven helfen, Abweichungen früh zu erkennen.
  • Übermäßiger Medienkonsum (“Screen Time”) fördert Bewegungsmangel.
  • Genetische Veranlagung spielt eine Rolle, ist aber nicht allein entscheidend.

Wirksame Behandlungsansätze

Familienbasierte Programme zeigen Erfolge. Eltern lernen, gesunde Mahlzeiten zuzubereiten und prevention im Alltag umzusetzen. Exergaming (bewegungsbasierte Spiele) macht Sport attraktiv.

Empfehlungen:

  • Reduzierung von Zucker in Schulmahlzeiten.
  • Regelmäßige Bewegungseinheiten im Unterricht.
  • Psychologische Unterstützung bei emotionalem Essen.

Soziale Auswirkungen von Adipositas

Viele Menschen mit Übergewicht erleben Diskriminierung im Alltag. Die Folgen reichen von Vorurteilen bis zu konkreten Benachteiligungen. Sozialer Ausschluss und psychischer Stress sind häufige Begleiter.

Stigmatisierung

Fat-Shaming trifft Betroffene oft in Medien oder sogar im Gesundheitswesen. Studien zeigen: 54% berichten von abwertenden Kommentaren. Die Body-Positivity-Bewegung fordert hier mehr Respekt.

Rechtlich schützt das AGG vor Diskriminierung. Doch viele Fälle werden nicht gemeldet. Sensibilisierung in Schulen und Betrieben könnte helfen.

Berufliche Einschränkungen

Adipöse Frauen verdienen laut Studien 18% weniger. Vorurteile wie mangelnde Leistungsfähigkeit sind weit verbreitet. Karrierecoaching kann Betroffene stärken.

Versicherungen verlangen oft Zusatzbeiträge. Ein fairer Umgang mit Risikofaktoren ist hier nötig. Arbeitgeber können mit Management-Programmen gegensteuern.

Problem Lösungsansatz
Fat-Shaming Aufklärungskampagnen
Lohnungleichheit Transparente Gehaltsstrukturen
Versicherungshürden Individuelle Gesundheitschecks

Offene Gespräche und Selbsthilfegruppen entlasten Betroffene. Gemeinsam lässt sich mehr bewegen.

Langzeitprognose bei morbider Adipositas

Die langfristigen Auswirkungen von extremem Übergewicht auf Lebensdauer und Wohlbefinden sind wissenschaftlich gut dokumentiert. Betroffene haben oft mit Komplikationen zu kämpfen, die ihre Gesundheit dauerhaft beeinträchtigen. Doch gezieltes Management kann die Prognose deutlich verbessern.

Lebenserwartung im Fokus

Studien zeigen: Starkes Übergewicht kann die Lebenserwartung um bis zu 10 years reduzieren. Gründe sind vor allem Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Herzleiden. Entscheidend ist jedoch, dass schon kleine Gewichtsverluste das Risiko senken.

  • Kompressionsmorbidität: Erkrankungen durch mechanische Belastung (z. B. Gelenkschäden).
  • Expansionsmorbidität: Stoffwechselbedingte Folgen wie Insulinresistenz.
  • Palliativkonzepte helfen bei therapieresistenten Fällen.

Lebensqualität und Alltagsbewältigung

Bereits 5% Gewichtsabnahme steigern die Lebensqualität um 50%. Wichtige Faktoren sind:

  1. Mobilität: Geringere Schmerzen ermöglichen mehr Aktivität.
  2. Psychisches Wohlbefinden: Weniger Stigmatisierung fördert die Teilhabe.
  3. Soziale Einflüsse: Unterstützung durch Angehörige verbessert die Prognose.

Patientenberichte (PROs) zeigen: Langfristige Erfolge hängen von kontinuierlicher Betreuung und Anpassung der Therapie ab.

Prävention von Adipositas

Gemeinschaftsprojekte zeigen Erfolge in der Adipositas-Prävention. Das europäische EPODE-Programm reduziert Übergewicht bei children um 22%. Wichtige factors sind Aufklärung und infrastrukturelle Veränderungen.

Früherkennung

Baby-led Weaning beugt Überfütterung vor. Kinder entscheiden selbst über Portionsgrößen. Studien zeigen: Diese Methode fördert ein gesundes diet-Bewusstsein.

Mutterschaftsrichtlinien adressieren Schwangerschaftsadipositas. Regelmäßige Gewichtskontrollen und Ernährungsberatung sind verpflichtend. So sinkt das Risiko für spätere Gewichtsprobleme.

Schulprogramme

Kommunale physical activity-Initiativen wie Spielstraßen motivieren zu Bewegung. Urban Gardening-Projekte verbinden Ernährungswissen mit Praxis.

Digitale prevention-Apps tracken Fortschritte. Belohnungssysteme steigern die Motivation. In Bremen senkten solche Tools die Adipositasrate bei Schülern um 15%.

Maßnahme Zielgruppe Wirksamkeit
EPODE-Programm Kinder (3–12 Jahre) 22% weniger Übergewicht
Baby-led Weaning Säuglinge 30% weniger Überfütterung
Schul-Apps Jugendliche 15% Gewichtsreduktion

Hilfe und Unterstützung finden

Betroffene müssen nicht allein mit ihren Herausforderungen umgehen. In Deutschland gibt es zahlreiche Angebote, die Wege zu besserer health aufzeigen. Der Verein Adipositashilfe e.V. bietet bundesweit Beratung und vernetzt people mit ähnlichen Erfahrungen.

Gesetzliche Krankenkassen finanzieren Schulungen nach §43 SGB V. Diese vermitteln praktisches Wissen für den Alltag. Ein Leitfaden hilft bei der Kostenübernahme für individuelle treatment-Pläne.

Moderne Lösungen wie Online-Ernährungsberatung machen Unterstützung flexibel. Selbstmanagement-Tools und Peer-Netzwerke stärken die Eigeninitiative. Sozialrechtliche Beratung unterstützt bei Berufsunfähigkeit.

Wichtig: Krisenintervention ist verfügbar – niemand sollte mit Suizidgedanken allein bleiben. Gemeinsam lässt sich das risk für Folgeerkrankungen senken.

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